Die Organisation foodwatch setzt sich für genfreie Lebensmittel ein.
Ich habe nachstehend einige Informationen von foodwatch zusammengestellt, um die wichtigsten Fragen zum Thema zu beantworten:
Produkte von Tieren, die gentechnisch nicht veränderte Futterpflanzen essen, dürfen die Kennzeichnung “Ohne Gentechnik” tragen, so foodwatch auf Ihrer Website. Auch wenn die Futtermittel gentechnisch hergestellte Zusatzstoffe wie Vitamine enthalten.
Hier die prominentesten Fragen und Antworten:
Was bedeutet die Kennzeichnung “Ohne Gentechnik”?
Lebensmittel mit der Kennzeichnung “Ohne Gentechnik” dürfen selbst keine gentechnisch veränderten Organismen (Pflanzen, Tiere, Pilze, Bakterien) enthalten.
Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier sowie Lebensmittel, die tierische Produkte enthalten, dürfen die Kennzeichnung “Ohne Gentechnik” nur dann tragen, wenn die Tiere nicht mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden.
Wie sind die Kriterien für die Kennzeichnung “Ohne Gentechnik”?
Tierische Lebensmittel wie Milch, Eier und Fleisch sowie daraus hergestellte Produkte sollen in Zukunft dann mit dem Zusatz “Ohne Gentechnik” gekennzeichnet werden dürfen, wenn die Tiere keine gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefressen haben.
Erlaubt sind Vitamine und Aminosäuren die bakteriell hergestellt werden, sofern die Substanz anders nicht verfügbar ist. Das ist soweit auch in Ordnung, meint foodwathc, denn “Die chemische Struktur der erzeugten Vitamine und Aminosäuren ist in beiden Fällen identisch.”
Mindestdauer für die Fütterung ohne Gentechnik ist gesetzlich hinerlegt. Tiere müssen dabei nicht ihr ganzes Leben gentechnikfrei ernährt werden. Bei der Fleischerzeugung gilt: 12 Monate ohne gentechnisch verändertes Futter bei Rindern, Schafe und Ziegen sechs, Schweine vier Monate und Geflügel sechs Wochen. Auch Legehennen müssen sechs Wochen gentechnikfreies Futter fressen, bevor die Eier die Kennzeichnung tragen dürfen.
Warum diese, vermeintlich kurze Gentechnik-freie Zeiten?
Darüber gibt es leider nur Spekulationen. Vermutlich sollen Landwirte bei der Umstellung unterstützt werden oder aber auch den Mästern die Zielerreichung erleichtert. Bei Zwischenmästern und anderen Vorbesitzern wird es auch schwierig und bürokratisch, eine durchgängig gentechnik-freie Fütterungszeit nachzuweisen.
Wichtig aber, zum Beispiel bei den Schweinen, ist zu wissen: In der Regel werdne Schweine sechs Monate nach ihrer Geburts geschlachtet. Diese Schweine müssen vier Monate “gentechnikfrei” sein. Gerade in den letzten vier Monaten wird die größte Menge an Futtermitteln eingesetzt, wodurch diese die wichtigste im Leben der Sau ist.
Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf den Seiten von Foodwatch.
November 5th, 2008 | Tags: gentechnik, Nahrung | Kategorie: Nahrung | Kommentar hinterlassen